DIE PARODONTALBEHANDLUNG


Hauptursache der Parodontitis (umgangssprachlich auch als Parodontose bezeichnet) ist eine bakterielle Infektion, die vermeidbar ist. Sie beginnt oft mit harmlosen Symptomen wie Zahnfleischbluten und freiliegenden, überempfindlichen Zahnhälsen

Frühzeitiges Erkennen durch den PSI (Parodontaler Screening Index) und durch die Prophylaxe-Assistentin kann eine Verschlimmerung der Erkrankung durch rechtzeitige Behandlung verhindern. Anderenfalls sind lockere Zähne, Zahnausfall, Knochen- und Zahnfleischschwund die Folge – und Zahnersatz wird somit unvermeidbar.

Behandlung

Eine vollständige Beseitigung des verursachenden bakteriellen Biofilms, der sich auf den Zahn- und Wurzeloberflächen sowie in den Zahnfleischtaschen befindet, ist die Grundlage jeder Behandlung. Unsere behandelnden Zahnärzte entscheiden je nach Schweregrad der Erkrankung über die folgenden Behandlungsschritte.

Zunächst lernen Sie, wie Sie Zähne und Zahnfleisch perfekt sauber halten können. Harte Ablagerungen und bakterielle Beläge auf der Wurzeloberfläche werden mechanisch in zwei aufeinanderfolgenden Sitzungen binnen 24 Stunden entfernt. Bei verbleibenden Resttaschen von mehr als 6 mm Tiefe muss operativ nachbehandelt werden.

Unter Umständen ist es nötig, vor der Zahnfleischbehandlung einen Nachweis von Parodontitiskeimen vorzunehmen. Bei positivem Keimnachweis kann der Einsatz von Antibiotika parallel zur Taschenbehandlung notwendig werden.

Zahnfleischerkrankung

Nach dem 45. Lebensjahr ist die Parodontitis die häufigste Ursache für den Verlust von Zähnen. Je früher eine Behandlung beginnt, desto größer sind die Heilungschancen!