DIE ZAHNERHALTUNG


Weist ein Zahn eine Karies auf, so muss diese entfernt werden, um die fortschreitende Zerstörung der Zahnsubstanz zu verhindern. Dazu wird die Karies entfernt und das entstandene „Loch“ – auch als Kavität bezeichnet – wird anschließend mit einem dauerhaft und dicht schließenden Füllungsmaterial verschlossen.

Amalgam

Wir können eine mögliche Gesundheitsschädigung durch das Füllungsmaterial Amalgam nicht ausschließen. Deshalb verwenden wir dieses umstrittene Material nur auf ausdrücklichen Wunsch.

Im Folgendem finden Sie die zur Verfügung stehenden Alternativen.

Compomere und Zemente

Die Haltbarkeit dieser Füllmaterialien ist mit ca. 2 Jahren sehr gering.
Zudem ist alle 3 Monate eine Kontrolle erforderlich. Diese Art der Zahnerhaltung zählt zu den Kassenleistungen, so dass für Sie keine Zuzahlung anfällt.

Composite-Kunststoffe

Füllungen aus Kunststoff überzeugen durch ihre lange Haltbarkeit von rund 10 Jahren.
Sie sind allerdings nur geeignet für kleine und mittlere Defekte.
Der Aufwand ist relativ hoch. Die Zuzahlungskosten (Ihr Eigenanteil) pro Füllung betragen 40 bis 100 Euro.

Gold-Inlays

Gold zeichnet sich durch besonders hohe Haltbarkeit und sehr gute körperliche Verträglichkeit aus. In der Regel sind nach 10 Jahren noch 90 % der Goldgussfüllungen einwandfrei, ohne dass Nachbehandlungen notwendig geworden wären – nach 25 Jahren sind noch rund 75 % der ohne Beanstandungen. Somit ist dieses Material besonders empfehlenswert für den Bereich der Backenzähne.

Gold-Inlays lassen sich hervorragend dem Biss, der Zahnform und der Zahnkontur anpassen. Sie werden im Zahn zementiert und geben ihm seine ursprüngliche Festigkeit zurück. Deshalb sind Gold-Inlays für die dauerhafte Sanierung eines erkrankten Zahnes besonders gut geeignet.

Keramik-Inlays

Die ästhetischere Alternative zum Gold-Inlay ist ein Inlay aus Keramik. Das Ergebnis bedeutet eine zahnmedizinisch und ästhetisch nahezu perfekte Versorgung des Zahnes, die sich in Farbgebung und Luminanz kaum mehr vom natürlichen Zahnmaterial unterscheiden lässt.

Das Keramik-Inlay wird im zahntechnischen Labor angefertigt und mit einer speziellen Verklebungstechnik (adhäsives Verfahren) spaltfrei in den Zahn eingesetzt. Durch das Verkleben mit dem Zahn wird die Restzahnsubstanz stabilisiert.

Puzzlestein

Zahndefekte

können mit Füllungen aus Composite, aber auch mit einem Inlay, das im zahntechnischen Labor hergestellt wird, verschlossen werden. Welches Füllungsmaterial gewählt wird, muss unter Berücksichtigung medizinischer Gesichtspunkte, Ihrer ästhetischen Vorstellungen und der entstehenden Kosten entschieden werden.